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Das Land ist nicht unattraktiv
Fachvortrag bei Jahreshauptversammlung der Jungen Union


Aiterhofens Bürgermeister Manfred Krä und JU-Ortsvorsitzende Vroni
Zitzelsberger bei der Übergabe der Resolution der JU Aiterhofen zum
Thema "DSL-Versorgung im Ort"

 


CSU-Ortsvorsitzender und Referent Roland Spiller und Bürgermeister
Manfred Krä zusammen mit der JU-Ortsvorsitzenden Vroni Zitzelsberger und JU-Kreisvorsitzendem Herbert Lichtinger bei der Jahreshauptversammlung
der JU Aiterhofen

 

Die Junge Union Aiterhofen zog auf ihrer Jahreshauptversammlung Bilanz des vergangenen, „Wahl“-reichen Jahres. Zudem lud man sich den Geschäftsführer des Staatssekretärsausschusses „Ländlicher Raum“ Roland Spiller ein, um mit den Teilnehmer über das Thema „Leben und arbeiten im ländlichen Raum – Hat die Jugend hier noch eine Zukunft?“ zu diskutieren.

Neben zahlreichen Veranstaltungen in den Wahlkämpfen beschäftigte man sich dieses Jahr aber außerdem mit dem Thema „Nachwachsende Rohstoffe und Energiegewinnung“. Die interessierten Mitglieder besichtigten die „Biomasse 2007“ in Straubing, sowie das Biomasseheizkraftwerk in Mitterfels. Ein weiterer Höhepunkt war, wie jedes Jahr das Grasoberlturnier, das wieder viele begeisterte Kartenspieler aus Gemeinde und Landkreis ins Gasthaus Karpfinger lockte.

In seinem Grußwort bedankte sich Bürgermeister Manfred Krä für die Fortführung der von ihm damals gegründeten Jungen Union und lobte das öffentliche Engagement der JU´ler, die mit vier Mitgliedern im Gemeinderat vertreten sind. Gleichzeitig bemängelte er aber auch die vieler Orts bekannte Politikverdrossenheit junger Menschen allgemein und die sinkende Bereitschaft sich in politischen Parteien aktiv zu beteiligen. Dem konnten viele Anwesende zustimmen. Der JU-Kreisvorsitzende Herbert Lichtinger, wies in seinem Grußwort darauf hin, dass die Glaubwürdigkeit der CSU wiederhergestellt werden und eine stärkere Präsenz im vorpolitischen Raum erreicht werden müsse.

Nach den beiden Grußworten begann der Geschäftsführer des Staatssekretärssausschusses „Ländlicher Raum“ Roland Spiller mit seinen Ausführungen. In einem kurzen Referat definierte er eingangs den „ländlichen Raum“ und stellte fest, dass Niederbayern der einzige Regierungsbezirk sei, der keinen Verdichtungsraum beinhalte. Dass dies für unsere Region aber nicht unbedingt einen Nachteil bedeutete, konnte man seinen weiteren Ausführungen entnehmen. So waren unter den Top 20 des Wirtschaftswachstums 2006 in Bayern 14 Kreise des ländlichen Raumes, darunter unser Landkreis Straubing-Bogen. Auch beim Beschäftigtenzuwachs schnitt der ländliche Raum mit einem plus von 2,4% besser ab als die Verdichtungsräume. Als weiteres Qualitätsmerkmal des ländlichen Raumes bezeichnete Spiller das bürgerschaftliche Engagement, das im ländlichen Raum eine weit höhere durchschnittliche Wertschöpfung herausbringt. Weitere Vorteile des ländlichen Raumes seien vor allem die niedrigeren Wohnkosten, wie Bauland und Lebenshaltungskosten, sowie die erhöhte innere Sicherheit. So gehörten zu den 40 sichersten Städten und Landkreisen in Bayern 34 aus dem ländlichen Raum – 2007 mit Straubing- Bogen an der Spitze. Als Fazit zog Roland Spiller: „Der ländliche Raum Bayerns stellt sich heute insgesamt gesehen als ein geschätzter und attraktiver Lebens-, Wirtschafts-, Kultur-, und Naturraum dar.“

Dass aber der ländliche Raum in seiner momentanen Ausgestaltung für einige nicht nur Vorteile bringt, davon zeigte die weitere, lebhafte Diskussion, in der unter anderem auch das Thema Breitbandversorgung angesprochen wurde. Hierzu überreichte die JU-Ortsvorsitzende Veronika Zitzelsberger dem anwesenden Bürgermeister eine Resolution, die das Bemühen der Gemeinde für eine bessere Breitbandversorgung unterstützen sollte. Gemeinsames Ziel sollte eine Vollversorgung des ländlichen Raums mit leistungsfähigen Breitbandanschlüssen in einem überschaubaren Zeitraum sein. Zum Schluss dankte die Vorsitzende den anwesenden Mitgliedern und wies auf die nächste Veranstaltung, das Grasoberlturnier am Freitag 31.10.2008 um 19.30 Uhr im Gasthaus Karpfinger hin.