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„Demokratie von unten nach oben“
30-jähriges Jubiläum des JU-Ortsverbandes Kirchroth
MdEP Manfred Weber Festredner


Gastredner Manfred Weber (3.v.l.) zusammen mit der aktuellen und
früheren Führungsriege der JU Kirchroth und den Ehrengästen

 

Am Samstag, den 18. Oktober 2008, beging der JU-Ortsverband Kirchroth im großen Rahmen sein 30-jähriges Jubiläum. Dabei bildete die Festrede seitens des CSU- Bezirksvorsitzenden in Niederbayern sowie Europaabgeordneten, Manfred Weber, den absoluten Höhepunkt.

Zunächst bezeichnete der Bürgermeister der Gemeinde Kirchroth, Josef Wallner, in seinem Grußwort die Junge Union als ein „Aushängeschild, das andere Parteien in der Form nicht haben!“ Dabei nimmt die JU eine große Aufgabe wahr, da sie junge Menschen in das kommunalpolitische Geschehen mit einbezieht. Bekannterweise „funktioniert ja Demokratie nur von unten nach oben.“ Zudem betonte er, dass der Ortsverband in Kirchroth während einer äußerst bewegten Zeit von Seiten Ursula Babels ins Leben gerufen wurde. Damals drohten nämlich die Grundpfeiler unserer Demokratie durch den RAF- Terrorismus ins Wanken zu geraten.

Der JU-Kreisvorsitzende Straubing Bogen, Herbert Lichtinger, hob hingegen die enorme Leistung der neu gewählten Vorstandschaft besonders deutlich hervor. Seit der Amtsübernahme im Februar 2008 haben diese bereits elf Neumitglieder geworben. Trotz der zunehmenden Politikverdrossenheit erklären sich also immer noch Jugendliche zur aktiven Beteiligung auf kommunaler Ebene bereit. Dabei bestehe die JU vor allem aus Menschen, „die nicht was werden wollen, sondern schon etwas sind!“

In der anschließenden Festrede nahm Manfred Weber eine sachliche Analyse des letzten Landtagswahlergebnisses der CSU vor. Dabei mahnte er Politiker aller Parteien durch unrealisierbare Wahlversprechen zunehmend an Glaubwürdigkeit zu verlieren. Außerdem soll die CSU die Aufmerksamkeit wieder verstärkt auf ihr Kredo „Näher am Menschen“ lenken.

Während des Wahlkampfes seien Inhalte immer mehr in den Hintergrund gerückt. Vielmehr betonten alle Parteien „ich bin gut, der andere ist schlecht“. Deshalb „verpasste der Wähler der CSU einen Denkzettel“. In diesem Zusammenhang verwies er auch auf die große Bedeutung im Hinblick auf die Existenz der JU, da diese vor allem zwei wichtige Aufgaben zu erfüllen hat. Einerseits müsse die Junge Union sowohl der Gesellschaft, als auch den Parteien die wahren Probleme vor Augen führen. Andererseits solle die Jugendorganisation der CSU mit Lösungsansätzen etwaiger Fehlentwicklungen gezielt entgegensteuern, denn „nur kritisieren wäre zu wenig!“ Natürlich darf die JU aber auch Frohsinn und Geselligkeit nicht außer Acht lassen. Nur auf diese Weise sieht sich die Gesellschaft in der Lage, sich den zukünftigen Herausforderungen, wie dem demographischen Wandel oder der Globalisierung zu stellen.

Insbesondere Niederbayern profitiert als Exportregion von der zunehmenden Verknüpfung der Weltwirtschaft. Durch den weltweiten Absatz von bayerischen Markenprodukten wie beispielsweise der Autokonzern BMW ragt Niederbayern im Vergleich zu den weiteren Regierungsbezirken bezüglich der niedrigsten Arbeitslosenquote besonders deutlich hervor. Infolge dieses Prozesses gewinnt aber auch das Europäische Parlament im erheblichen Maße an Bedeutung.

Zum Abschluss blickten die derzeitigen JU- Ortsvorsitzenden Tobias Feldmann und Ramona Bierl gemeinsam mit ihren Amtsvorgängern voller Stolz auf 30 Jahre JU-Ortsverband Kirchroth zurück. Hierbei brachten die ehemaligen Amtsträger erneut die enorme Bedeutung dieser politischen Jugendorganisation zum Ausdruck. Denn Jugendliche stellen unbestritten die stützenden Säulen einer dynamischen sowie pluralistischen Demokratie dar.

Bericht und Foto: Ramona Bierl, JU Kirchroth