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JU
fordert: Ganztagsbetreuung künftig staatlich finanzieren
Kreisverband
Straubing-Bogen stellte Antrag bei JU-Landesversammlung |

Die Delegierten der JU-Kreisverbände
Straubing-Bogen und Straubing-Stadt
bei der Überreichung des Antrages an den JU-Landesvorsitzenden:
Kreisvorsitzender Straubing-Stadt Michael Hien, stellvertr. Kreisvorsitzender
Straubing-Bogen Sebastian Riesner, stellv. Kreisvorsitzende Straubing-Stadt
Heike Bauer, JU-Landesvorsitzender MdB Stefan Müller, JU-Kreisvorsitzender
Straubing-Bogen Herbert Lichtinger und stellv. JU-Kreisvorsitzender Andi
Dengler (v.l.n.r.).
Straubing / Gersthofen. Bei
der Landesversammlung der JU Bayern am vorigen Wochenende in Gersthofen wurde
neben einer Analyse der Landtagswahlen 2008 auch ein Initiativ-Antrag des
JU-Kreisverbandes Straubing-Bogen zur Finanzierung der offenen
Ganztagsbetreuung behandelt.
Die aktuelle Diskussion im
Kreistag über die Finanzierung der offenen Ganztagsbetreuung war für den
JU-Kreisvorsitzenden und Kreisrat Herbert Lichtinger und seinen
JU-Kreistagskollegen Stefan Hinsken Anlaß dieses Thema auch bei der
Landesversammlung der JU auf die Tagesordnung zu nehmen. Daraufhin beschloss
die JU Bayern die bayerische Staatsregierung und das Kultusministerium
aufzufordern, die Finanzierung der offenen Ganztagsschulen künftig anders zu
regeln. Der bisher übliche Finanzierungsanteil der Kommunen, als
Sachaufwandsträger der Schulen, soll künftig vom Staat übernommen werden.
Die Finanzierung der offenen
Ganztagsbetreuung im Freistaat wird bisher zu je 40% auf Freistaat und Kommune
aufgeteilt und die Eltern tragen Anteil von 20% der Kosten.
Mit Beginn des Schuljahres kam
es zu Problemen, weil die Stadt Straubing sich weigerte den 40%-Anteil für
Landkreis-Schüler, die die Straubinger Gymnasien besuchen, zu bezahlen.
Durch unterschiedliche
Handhabung in den Kommunen und Landkreisen entsteht eine Verwirrung, weil
nicht klar ist, wer die Finanzierung des 40%-Kommunalanteils der ortsfremden
Schüler übernimmt.
Da der Freistaat die Familien-
und Bildungspolitik fördern möchte, sollte er auch die gesamte öffentliche
Finanzierung der sog. Offenen Ganztagsschulen (mit Nachmittagsbetreuung) übernehmen.
Bei den gebundenen
Ganztagsschulen wird dies bereits so gehandhabt, dann sei es nur folgerichtig,
wenn auch hier der Staat dies übernehme, so JU-Kreisvorsitzender Herbert
Lichtinger.
Der Antrag des JU-Kreisverbandes
Straubing-Bogen wurde auch von dem Kreisverband Straubing-Stadt mit
unterzeichnet. Auch viele niederbayerische und oberpfälzische JU-Kreisverbände
sowie die JU Oberfranken und viele schwäbische JU-Kreisverbände reihten sich
in die Liste der 20 Unterzeichner ein. Der Antrag wurde dann mit großer
Mehrheit verabschiedet und man hofft nun auf eine Änderung der Gesetzeslage.
Die zum Ende der
Landesversammlung verabschiedete „Gersthofener Erklärung“ der JU Bayern
trägt ebenfalls mit die Handschrift der Straubinger Delegierten. Der
stellvertr. JU-Kreisvorsitzende Andi Dengler aus Strasskirchen brachte den
Antrag mit ein, dass sich die CSU und JU bei der Besetzung der
Spitzenpositionen weiterhin intensiv dafür einsetzen soll, dass gerade auch
Selbstständige, Unternehmer, Handwerker und Landwirte berücksichtigt werden.
Dies sei gerade deswegen wichtig, weil ein Parlament nur durch eine gesunde
Mischung der Altersklassen und Berufsgruppen wirklich erfolgreich für den Bürger
arbeiten könne.