|
Erster
JU-Stammtisch ein großer Erfolg
Konrad
Stangl referierte über seinen Aufenthalt in Argentinien |
Oberalteich. (ah) Dass sich
junge Menschen durchaus zu aktuellen Themen äußern wollen, bewies die Junge
Union Oberalteich am vergangen Sonntag im Historischen Klosterwirtshaus in
Oberalteich. Bei ihrem ersten, sehr gut besuchten Stammtisch wurden politische
Themen diskutiert und aufgearbeitet. Den Höhepunkt des Abends bildete Konrad
Stangls Vortrag über seinen fünfmonatigen Aufenthalt in Argentinien.
Der JU-Ortsvorsitzende Alfred
Horn eröffnete den Stammtisch, zu dem die gesamte Bevölkerung eingeladen
war, indem er betonte, wie wichtig es gerade für junge Menschen sei, sich mit
den aktuellen politischen Geschehnissen auseinanderzusetzen, um sich zu jedem
Thema eine eigene Meinung bilden zu können. „Unsere Gesellschaft braucht
Menschen die sich aktiv um eine Verbesserung der Dinge bemühen“, so der
Vorsitzende der JU Oberalteich. Als ein Forum für Diskussionen und für den
Austausch verschiedener Ansichtsweisen sei dieser Stammtisch gedacht.
Zu Beginn beeindruckte Konrad
Stangl mit seinen Bildern und Erzählungen über Argentinien. So entschied er
sich nach seiner abgeschlossenen Lehre zum staatlich geprüften Landwirt, nach
Argentinien zu reisen, um dort auf einer Farm zu arbeiten und neue Erfahrungen
zu sammeln. Nach einer aufregenden Anreise, kam er schließlich Mitte November
2007 in Buenos Aires an, worauf er nach Paraná fuhr und dort auf einer Farm
seine Arbeit antrat. Die 260 Hektar große Farm, die sich auf die Haltung von
Rind und Masthähnchen, sowie auf das Häckseln von Mais und Hirse
spezialisierte, war für die nächsten vier Monate sein Zuhause.
Sichtlich angetan war Konrad
Stangl von der Weite des Landes und der Freundlichkeit der Einheimischen. Als
neuartig und teilweise ungewöhnlich empfand er die landwirtschaftliche
Arbeitsweise. So ist zum Beispiel das Verwenden veralteter Maschinen, das
Arbeiten ohne zentraler Strom- und Wasserversorgung und sogar das Schlachten
von Tieren auf Feldwegen in Argentinien keine Ausnahme. Da Konrad Stangl für
die Farm immer unentbehrlicher wurde, wurden ihm immer wichtigere Aufgaben übertragen.
Das Viehzusammentreiben auf dem Pferd, machte ihm dabei eine besondere Freude
und so fühlte er sich teilweise „wie im Wilden Westen“.
Nachdem er vier Monate auf der
Farm lebte und arbeitete, entschied sich Konrad Stangl dazu, mit einem Freund
in den Norden des Landes zu reisen – mit dem Bus, dem wichtigsten
Verkehrsmittel Argentiniens. Besonders beeindruckend fand er die Wasserfälle
im Nationalpark Iguazú, sowie das weltgrößte Wasserkraftwerk am Rio Paraná.
Ende April 2008 führte ihn seine Rundfahrt wieder zurück nach Buenos Aires.
Dort trat er seinen Rückflug nach Deutschland an. Er habe Erfahrungen
gemacht, die er nicht missen möchte, so Konrad Stangl. Dabei hob er vor allem
heraus, dass die Menschen in Argentinien, trotz ihrer Armut und der harten
Arbeit viel zufriedener seien.
Nachdem viele Fragen der
Anwesenden beantwortet wurden, bedankte sich Alfred Horn im Namen aller für
den spannenden Vortrag und leitete die anschließende politische Diskussion
ein. Dabei drehte es sich vordergründig um die vergangenen Wahlen. Der 1. Bürgermeister
der Stadt Bogen und Bezirkstagsvizepräsident Franz Schedlbauer analysierte
die Wahlergebnisse und zeigte mögliche Gründe für das schlechte Abschneiden
der CSU auf. Diese Ursachen wurden intensiv und mit reger Beteiligung aller
Anwesenden diskutiert. Angesprochen wurden in diesem Zusammenhang insbesondere
die Themen Bildung, Pendlerpauschale und Rauchverbot. Des Weiteren wies Franz
Schedlbauer auf die Folgen der aktuellen Finanzmarktkrise hin und warnte vor
einem Abschwung der deutschen Wirtschaft.
Einig war man sich mit Franz
Schedlbauer vor allem darin, dass man aktuell eine sehr interessante Zeit
miterlebe. Der JU-Ortsvorsitzende Alfred Horn dankte Franz Schedlbauer und
lobte ihn für seine objektive Wahlanalyse. Daraufhin beendete er den
Stammtisch und zog ein durchwegs positives Fazit. Er bedankte sich für das
zahlreiche Erscheinen und kündigte bereits eine Folgeveranstaltung an.
Bericht: Freddy Horn,
Oberalteich.