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„Bayern muss in Europa mit entscheiden“
Kundgebung von JU
und CSU mit MdB Dorothee Bär – Bürger zur Wahl motivieren |

Die stellv. CSU-Generalsekretärin Dorothee Bär
(5.v.l.) mit den beiden
JU-Vorsitzenden Alexander Scheungrab und Alfred Horn, mit der stellv.
JU-Kreisvorsitzenden Andrea Probst und der stellv. Bogener CSU-Vorsitzenden
Elke Häusler sowie mit der Vorsitzenden der Europa-Union Christine
Sporrer-Dorner und Bogens Bürgermeister Franz Schedlbauer (von links).
Bogen – Oberalteich (dw)
Die Europawahl am 7. Juni 2009 steht fast unmittelbar vor der Tür.
Grund genug für die Junge Union Oberalteich zusammen mit den CSU- und
JU–Ortsverbänden Oberalteich und Bogen die Wähler von den Zielen ihrer
Partei auch im Hinblick auf die Auswirkungen der Wahl auf den Freistaat zu überzeugen.
Und vor allem aber die Bürger zu einer möglichst hohen, weil zur
Zeit nicht gerade rosig aussehenden, Wahlbeteiligung zu
motivieren. Mit Dorothee Bär, Mitglied des Bundestages und
stellvertretender CSU–Generalsekretärin hatten sie am Freitag eine
Referentin zu einer im Gasthaus Plötz-Schlecht in Großlintach stattfindenden
gemeinsamen Kundgebung eingeladen, die mit ihren lebhaft und natürlich den
politischen Gegnern durchaus nicht schonend vorgetragenen Ausführungen überzeugte:
„Bayern muss in Europa mit entscheiden“.
Als Initiator dieser
Veranstaltung betonte der Oberalteicher JU–Vorsitzende Alfred Horn ihre
Bedeutung, denn „Längst werden in Brüssel weit reichende politische,
wirtschaftliche und kulturelle Entscheidungen für alle 27 Mitgliedsländer
getroffen, die natürlich auch unsere bayerische Heimat betreffen“. Er freue
sich an diesem Abend unter den vielen Teilnehmern Bogens ersten Bürgermeister
und Bezirkstagsvizepräsident sowie CSU-Ortsvorsitzenden in Oberalteich, Franz
Schedlbauer, MdL Josef Zellmeier, die stellvertretende Bogener
CSU–Vorsitzende Elke Häusler, den Bogener JU–Vorsitzenden Alexander
Scheungrab und die stellvertretende JU-Kreisvorsitzende Andrea Probst –
„alle überaus engagiert in der Europa-Wahlkampfphase“ - , zu begrüßen.
„Es gilt für uns alle, um die Zukunft Bayerns und Deutschlands nach unseren
Wünschen mit zu bestimmen und die davon betroffenen Alltagssorgen der Bürger
ernst zu nehmen, bei den Europawahlen die Stimme abzugeben“. Und das
trotzdem viele Entscheidungen und Geplänkeleien auch der CSU–Politiker die
Bevölkerung verunsichere.
„ Wir hier in Bogen können
stolz sein auf unsere schon über Jahrzehnte gepflegten Partnerschaften mit
einer Reihe unserer europäischen Nachbarn“, wandte sich Franz Schedlbauer
an Dorothee Bär und stellte ihr ebenso stolz die Grafenstadt als Heimat der
weiß-blauen Rauten – „ Das Herzstück im Bayerischen
Staatswappen“ - vor. Er hoffe, dass auch dieses Mal trotz der Schlappe
der Partei bei den letzten Kommunalwahlen, die CSU die Fünf–Prozent–Hürde
nimmt und ihre Kandidaten durchbringt. Dem schlossen sich Josef Zellmeier und
Andrea Probst sowie die ebenfalls dazu gekommene Vorsitzende der
Europa–Union und Europa-Kandidatin Christine Sporrer-Dorner mit ihren zur
Wahlbeteiligung auffordernden Worten an.
In Zellmeiers Grußwort als
junge aufstrebende und dynamische Politikerin bezeichnet, bewies Dorothee Bär
dieses Kompliment in ihrem bis zuletzt die Zuhörer fesselnden, sehr lebendig,
und wo es passte mit einem humorvollen Augenzwinkern, gestalteten Vortrag.
„Der größten Herausforderung für unsere Partei, die Leute für die Wahl
zu gewinnen, müssen wir mit klar vorgestellten Themen begegnen“, betonte
sie und ging auch kurz auf die am 23. Mai stattfindende Bundespräsidentenwahl
– „Ihr Ausgang sollte auch die Position der CSU in der Europawahl und der
kommenden Bundestagswahl stärken“ - und die drei Kandidaten - ein. „Horst
Köhler, dem über 80 Prozent der Bevölkerung ihre Zustimmung geben würden,
daneben die unverständlicherweise von der SPD favorisierte und in Fettnäpfchen
tretende Gesine Schwan und noch dazu der abgehalfterte Fernseh-Kommissar Peter
Sodann als von den Linken ins Rennen geschickte“.
„Das in die schwerste
Wirtschaftskrise fallende Wahljahr 2009 verlangt von uns ein Handeln, das den
Leuten klar macht, wie wichtig es ist unsere bürgerliche Partei zu wählen.
Denn nur wer CSU wählt, gibt Bayern eine eigene Stimme in Europa“, betonte
Bär und ging dann gleich zum Angriff auf politische Gegner über. Die „Grünen“
könne man ebenso wenig in ihrem Marsch nach Brüssel ernst nehmen, wie ihren
Vorschlag, den Ex-Steinewerfer Joschka Fischer zum Bundespräsidenten zu wählen.
Die „SPD“ habe mit ihrem Finanzminister Peer Steinbrück und seinem unmöglichen
Verhalten in der Diskussion um internationale Steuervergehen dem Ansehen
Deutschlands geschadet, während die FDP mit ihrem Neoliberalismus zu wenig
soziale Leitplanken im Blick habe. „Allerdings sei ihr Vorsitzender
Westerwelle im Hinblick auf die Bundestagswahlen noch mehr daran interessiert,
endlich einmal das Aha–Erlebnis des Einzugs auf die Regierungsbank und weg
von der harten Oppositionsbank zu haben“. Die „Linke“ wäre mit ihrem
Motto „Kein Mensch ist illegal“ ein Sicherheits- und Wohlstandsrisiko für
Europa. Und über das Spekulieren des „Hürriyet–girls“ Frau Pauli von
den „Freien Wählern“ über die Aufnahme der Türkei in die EG und über
Englisch als einzig geltende Amtssprache könne man sich doch nur mehr
wundern.
„Mit Ihrer Stimme entscheiden
Sie bei der Europawahl doppelt: über die Zukunft Europas und die Zukunft
Bayerns“, stellte Dorothee Bär klar: Die CSU wolle ein Europa der sozialen
Marktwirtschaft als Motor für den Aufschwung, mehr Demokratie in Europa und
mehr Rechte für die Regionen, keine weiteren EU–Bürokratielasten für
Mittelstand, Landwirtschaft, freie Berufe und klare Grenzen für die europäischen
Länder. Von großer Wichtigkeit wäre es deshalb, dass Politiker aus der
Region der anonymen EU–Politik ein Gesicht verliehen, wie es die Kandidaten
auf der unter 30 bundesweiten einzigen Landesliste, nämlich der CSU; zum
Beispiel mit ihrem schon seit fünf Jahren kandidierenden CSU-MdEP Manfred
Weber, täten.
Mit dem Aufruf am 7. Juni
2009, wenn man nicht zu Hause wäre, die Möglichkeit der Briefwahl zu nutzen
um ja keine Stimme zu verschenken, wolle sie schließen, so Bär. Nicht aber
ohne vorher darauf aufmerksam zu machen, sich auch für den klaren Kurs der
alle Volksschichten vertretenden CSU bei der Bundestagswahl im Herbst zu
entscheiden. Dabei wolle man auch der SPD eine faire Chance geben: “Die soll
sich nach elf Jahren Regierungsbeteiligung ab September wieder in der
Opposition neu sortieren können“.
Der stellvertretenden Bogener
CSU–Vorsitzenden Elke Häusler oblag es dann, der Referentin ein herzliches
Dankeschön für ihre kompetente Wahleinstimmung auszusprechen. Mit dem Zitat
„Zeit, die wir uns nehmen, ist die Zeit, die uns etwas gibt“ wolle sie
auch hinweisen auf die nächste CSU–Veranstaltung am Montag, 25. Mai 2009 um
19.30 Uhr im Bogener Sportheim mit dem Europakandidaten und bis 2008 MdL
Professor Dr. Gerhard Waschler (Passau). Die anschließende sehr rege
Diskussion, in der vor allem die Neigung Deutschlands zur 1000 prozentigen Überregulierungssucht
von EU–Auflagen kritisiert wurde, leitete der Bogener
JU–Vorsitzender Alexander Scheungrab. „Ein Grund mehr, dass Abgeordnete
aus Bayern und unserem Niederbayern in Brüssel sitzen, die gegen manchen
Unsinn dagegen auch vor Ort etwas erreichen können“, betonte er und überreichte
Dorothee Bär, unter dem lang anhaltenden Beifall aller, ein prächtiges
Blumengebinde.
Bericht und Foto: Dorothea Wolf,
Bogener Zeitung.