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Gemeinderäte
machten sich fit für ihre Arbeit in den Kommunen
JU-Kreisverband
Straubing-Bogen organisierte Schulung zur Kommunalpolitik
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Rudolf Mahlmeister, Seminarleiter der Hanns-Seidel-Stiftung,
JU-Kreisvorsitzender Herbert Lichtinger und JU-Ortsvorsitzende in
Aiterhofen Veronika Zitzelsberger zusammen mit dem Referenten
Oberverwaltungsrat Andreas Graf (v.l.n.r.).

Mit vielen Beispielen und auch Anekdoten
schaffte es Referent Andreas
Graf das Thema sehr lebendig und anschaulich zu vermitteln.
Straubing-Bogen / Aiterhofen.
Am letzten Freitag organisierte der Kreisverband der JU Straubing-Bogen ein
Seminar für alle gewählten Kommunalpolitiker im Landkreis. Besonders die
neugewählten Mandatsträger waren der Einladung nach Aiterhofen gefolgt. Das
Seminar wurde in Kooperation mit dem Bildungswerk der Hanns-Seidel-Stiftung
durchgeführt.
JU-Kreisvorsitzender Herbert
Lichtinger freute sich über den Besuch der anwesenden Mandatsträger aus dem
Landkreises Straubing-Bogen und führte aus, dass dieses
Kommunalpolitik-Seminar nun der dritte Teil einer Seminarreihe der Jungen
Union sei. Während sich die ersten beiden Teile speziell mit der
organisatorischen und technischen Vorbereitung des Wahlkampfes beschäftigten
sowie mit einer Rhetorik-Schulung für Kandidaten sei der Schwerpunkt dieses
Seminars die Grundlagen für die Arbeit im Gemeinderat.
Der Seminarleiter Rudolf
Mahlmeister von der Hanns-Seidel-Seidel-Stiftung stellte anfangs die Arbeit
der Stiftung kurz vor und stellte den Referenten des Seminars Andreas Graf
vor. Er ist Stabsstellenleiter für Wirtschaftsförderung, ÖPNV und
Kommunalaufsicht beim Landratsamt in Landsberg am Lech und ausgewiesener
Kommunalrechtsexperte.
Referent Andreas Graf erläuterte
zunächst die verschiedenen Aufgabenbereiche einer Gemeinde. Man unterscheide
den eigenen Wirkungskreis vom übertragenen Wirkungskreis. Beim eigenen
Wirkungskreis habe die Gemeinde Pflichtaufgaben wie z.B. Wasservorsorgung,
Schule oder Feuerwehrwesen und könne aber auch freiwillige Aufgaben erfüllen,
wie etwa Sportförderung, Schwimmbad, Bücherei oder Breitbandversorgung.
Anschließend zeigte Graf die
Organe einer Gemeinde auf. Dazu informierte er zunächst über die
Rechtsstellung und Zuständigkeit des Bürgermeisters in einer Gemeinde, bevor
er auf die Tätigkeit des Gemeinderates einging.
Speziell der Ablauf einer
Gemeinderatssitzung wurde exemplarisch durchbesprochen. Ausgehend von der
Ladung der Gemeinderatsmitglieder, über die Einteilung eines öffentlichen
und nichtöffentlichen Teils bis hin Durchführung der Sitzung selbst, ging
der Referent auf die wichtigsten Punkte ein. Dabei zeigte er auch auf, welche
Rechte die Gemeinderatsmitglieder haben und was bei deren Durchsetzung zu berücksichtigen
sei. Anhand vieler Beispiele verdeutlichte er dies sehr anschaulich.
Auch auf die Möglichkeit von
Geschäftsordnungsanträgen innerhalb einer Gemeinderatssitzung ging Andreas
Graf ein. Dies sind im Gegensatz zu den Sachanträgen, Anträge, die jederzeit
gestellt werden können und sofort zur Abstimmung gebracht werden müssen,
z.B. Anträge die eine Erweiterung oder Änderung der Tagesordnung betreffen
oder die Begrenzung der Redezeit.
Danach beschrieb Graf das
Prozedere bei Abstimmungen im Gemeinderat, bevor er auf die Regularien nach
Abschluss einer Sitzung einging, wie etwa die Erstellung einer Niederschrift
oder den Vollzug der Beschlüsse.
Abschließend verdeutlichte
Referent Graf noch die Grundzüge der öffentlichen Haushaltsführung und die
wesentlichen Unterschiede zwischen Verwaltungs- und Vermögenshaushalt.
04. Januar 2009