Aiterhofen. (vz) Bei der
diesjährigen Jahreshauptversammlung der Jungen Union (JU) Aiterhofen, wurden
mit Reiner Mittig und Michael Sonnleitner zwei langjährige
Vorstandsmitglieder verabschiedet.
Am Sonntag trafen sich die
Mitglieder der JU Aiterhofen im Gasthaus Karpfinger, um gemeinsam mit
Bürgermeister Manfred Krä und CSU-Ortsvorsitzendem Roland Spiller ihre
Jahreshauptversammlung abzuhalten.
Nach der Begrüßung führte die
Ortsvorsitzende Veronika Zitzelsberger einige Neuerungen auf, die sich seit
der letzten Versammlung ergeben haben. So wurde Anfang des Jahres die JU
Feldkirchen aufgelöst und die verbliebenen sieben Mitglieder dem Aiterhofener
Verband zugeteilt. Man werde sich bemühen, so die Vorsitzende, die neuen
Mitglieder gut zu integrieren und versuchen, auch im Nachbarort interessierte
junge Menschen anzusprechen.
In einem umfangreichen
Tätigkeitsbericht legte Veronika Zitzelsberger die Aktivitäten des Verbandes
dar. Neben der Teilnahme an vielen überörtlichen Versammlungen des
Kreisverbandes nahmen die Mitglieder auch an einigen örtlichen
Veranstaltungen teil und konnten, zusammen mit der CSU auch Mannschaften beim
Kegelturnier und bei der Dorfolympiade stellen. Wie schon in den vergangenen
Jahren, hat man sich auch heuer wieder an der Aktion „Sicherer Schulweg“
beteiligt. Zum Schulanfang wurden an gefährlichen Kreuzungen und
vielgenutzten Überwegen Plakate aufgestellt, um den Autofahrer an die im
Verkehr noch unsicheren ABC-Schützen zu erinnern. Traditionell lud die Junge
Union Ende Oktober zum Grasoberlturnier. Nach einem leichten Rückgang im
letzten Jahr, konnten dieses Mal wieder steigende Besucherzahlen verzeichnet
werden.
In seinem Grußwort stellte
Bürgermeister Manfred Krä fest, dass die JU Aiterhofen auf eine beständige
Arbeit zurückblicken und nächstes Jahr ihr vierzigjähriges Bestehen feiern
kann. „Die JU Aiterhofen ist nie eingeschlafen, aber man braucht immer Leute
die mitarbeiten“ so Krä. Besonders stolz war der Bürgermeister auf die
Arbeit der vier JU´ler im Gemeinderat und verwies darauf, dass seit
Jahrzehnten CSU´ler die Kommunalpolitik in Aiterhofen prägen. Dieses
Vertrauen sei das „A und O“ in der Politik, so Krä weiter und stellte
ernüchtert fest, dass eben dieses Vertrauen und die Glaubwürdigkeit in
Bundes- und Landespolitik abhanden gekommen sind. „Der Mensch braucht klare
Ziele und Voraussetzungen und diese werden ihm von unseren Politikern nicht
mehr gegeben“. Die Kommunalpolitik bildet die Basis, die jeder Politiker
einmal durchschritten haben sollte. „In der Kommunalpolitik muss gut
gearbeitet werden, sonst ist man bei den nächsten Wahlen weg“ riet der
Bürgermeister den Anwesenden.
Anschließend gab Bürgermeister Manfred
Krä einen kurzen Einblick in die Arbeit der Gemeinde und konnte erfreuliches
berichten: Vor wenigen Wochen habe man den letzten laufenden Kredit
zurückgezahlt und sei somit jetzt schuldenfrei. Dies sei zwar ein Grund stolz
zu sein, trotzdem dürfe man nicht übermütig werden und Begehrlichkeiten
wecken. So müssen in den nächsten Jahren vor allem die Rücklagen erhöht
werden, um in Zukunft anfallende Kosten abdecken zu können. In Zeiten des
demographischen Wandels warnte der Bürgermeister vor zu schnellem Ausweisen
neuer Baugebiete. „Wir müssen von unserem Niveau herunterkommen und die
zunehmende Flächenausdehnung der Gemeinde bremsen“ alarmierte Krä. Der
demographische Wandel stellt die Bevölkerung vor das Problem, dass immer
weniger Leute die gut ausgebaute Infrastruktur erhalten müssen. Zudem gäbe
es in vielen Gemeinden bereits das Problem, dass die Baugebiete an den
Ortsrändern belebt sind, die Ortskerne selbst aber aussterben. Bereits jetzt
gibt es viele Altbauten, die leer stehen oder in denen nur noch einzelne
Personen wohnen. Der Bürgermeister forderte die jungen Bürger auf, diese
Entwicklungen zu beobachten und zeitig darauf zu reagieren. Mit der sinkenden
Einwohnerzahl und der immer älter werdenden Bevölkerung erwarten die junge
Generation große Aufgaben und Lasten, die bewältigt werden müssen. Doch das
schlimmste, was man tun könne, so Krä, sei zu resignieren. Immer
optimistisch bleiben sei die Devise, um die Zukunft meistern zu können.
CSU-Ortsvorsitzender Roland Spiller
bedankte sich bei der JU für die gute Zusammenarbeit bei politischen
Veranstaltungen. Als Problem bezeichnete er die Tatsache, dass sich immer
weniger Menschen aktivieren lassen, sich langfristig politisch zu engagieren.
Hierzu sollten gemeinsame Überlegungen angestellt werden, wie man politische
Veranstaltungen attraktiver gestalten und die Partei für neue Mitglieder
interessant machen könne.
Zum Abschluss wurden noch zwei
langjährige Mitglieder aus der JU Aiterhofen verabschiedet. Auf Grund des
Erreichens der Altersgrenze von 35 Jahren schieden sie automatisch aus der
Nachwuchsorganisation der CSU aus. Für seine langjährige Mitgliedschaft und
Tätigkeit als Kassier bedankte sich die Vorsitzende Veronika Zitzelsberger
bei Reiner Mittig. Auf eine ebenso langjährige Mitgliedschaft und viele Jahre
aktive Vorstandschaftsarbeit konnte Michael Sonnleitner zurückblicken.