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JU
diskutiert mit jungem Bürgermeister
Kreisdelegiertenversammlung
der JU Straubing-Bogen
Referat des 31-jährigen Bürgermeisters von Freyung |

Der Referent der Kreisdelegiertenversammlung der
JU Straubing-Bogen,
Bürgermeister von Freyung, Dr. Olaf Heinrich (Mitte) mit der
Vorstandschaft des JU-Kreisverbands (von links) JU-Kreisvorsitzender
Herbert Lichtinger, seine Stellvertreter Veronika Zitzelsberger, Andrea Probst
und Andreas Aichinger, der JU-Vorsitzende von Ascha Philip Piendl (3.von
links), Kreisschriftführer Martin Haberl, Kreisschatzmeisterin Angelika
Schuhbauer und
Kreistagsfraktionsvorsitzender Ewald Seifert.
Ascha. (hab) Dass junge Leute
durchaus politisch aktiv sind, etwas anpacken und bewirken, bewiesen die
Delegierten der Jungen Union Straubing-Bogen bei ihrer Kreisversammlung in
Ascha. Nicht nur der Arbeitsbericht des JU-Kreisvorsitzenden Herbert
Lichtinger und das Referat des mit 29 Jahren 2008 zum Bürgermeister von
Freyung gewählten Dr. Olaf Heinrich zeugten für Selbstbewusstsein und
Engagement vor allem im Sinne der Kommunalpolitik, auch die Organisation
dieser Kreisversammlung und die Beiträge der Delegierten bei der Diskussion
weist auf eine frische und lebendige Zukunft in der CSU hin.
Alle Ehrengäste legten den
Grundstock in ihrer politischen Arbeit bereits in der JU oder sind noch
Mitglied, so die Kreisräte und Bürgermeister von Ascha Wolfgang Zirngibl und
von Oberschneiding Ewald Seifert. Zirngibl appellierte, wie sein Gemeinderat,
der JU-Ortsvorsitzende von Ascha Philip Piendl, an die jungen Leute, die
Erhaltung der Erde stets ganz oben auf ihre politischen Fahnen zu schreiben.
Zirngibl übte Kritik an der Kapitalpolitik, angesichts der Tatsache, dass
durchaus bereits alternative Energien oder Elektroautos zur Verfügung stünden,
der Kommerz aber diese Möglichkeiten zurückdränge.
Gerade in der JU, nach Theo
Weigel die „Forschungs- und Entwicklungsabteilung der CSU“ habe Ewald
Seifert stets die Möglichkeit gesehen, in der Kommunalpolitik mit klaren
Konzepten, Zusammenhalt und konkreter Identifizierung mit den Problemen einer
Region etwas in Bewegung setzen zu können.
Dies bewies auch der
Arbeitsbericht von JU-Kreisvorsitzendem Herbert Lichtinger, demnach die 650
Mitglieder in den 25 Ortsverbänden des Kreisverbands der JU Straubing-Bogen
im abgelaufenen Jahr vorrangig bei der Unterstützung der Partei im Wahlkampf
und der öffentlichen Beteiligung in der Diskussion um kommunale Themen wie
das siebte Bierzelt auf dem Gäubodenvolksfest, die Einrichtung von
Mittelschulen, die Verfassung einer Petition im Zusammenhang mit dem Bau eines
Gymnasiums in Essenbach oder um das Fällen von Straßenbäumen zur
Verkehrssicherung aktiv wurden.
Mit 28 Jahren Bürgermeister
Einig ist man sich nach
Lichtinger mit dem Referenten dieser Versammlung, Dr. Olaf Heinrich, der nach
der Entlastung der Kasse des JU-Kreisverbandes Straubing-Bogen eine stets
authentische und glaubhafte, daher durchsichtige Politik forderte. Nur über
eine solche sei der Bürger erreichbar und für die Zusammenarbeit zu
gewinnen. Dr. Olaf Heinrich stellte den Kreisdelegierten seine politische
Laufbahn vor. 2002 wurde er als 22-Jähriger Mitglied der Opposition im
Stadtrat in Freyung. Als Außenseiter startete er 2008 in den Wahlkampf um das
Bürgermeisteramt und 62 Prozent der Bürger glaubten ihm und gaben ihm und zwölf
von 20 Stadträten ihre Stimmen.
Nach der Devise alte Gräben
zuzuschaufeln und nicht neue aufzureißen wollten er und sein junges Team aus
der JU mit einem damals 26-jährigen zweiten Bürgermeister die Probleme in
der Kommune angehen, mussten aber bald spüren, dass Politik Ausdauer braucht
und einen steten Glauben an die Mündigkeit der Bürger. Unmittelbar nach der
Wahl sah man sich aufgrund leerer Stadtsäckel bei einem plötzlichen
Zusammenbruch der Trinkwasserversorgung gezwungen die Kosten zu 100
Prozent auf die Bürger in Raten umzulegen. Die Devise der jungen Stadtspitze,
keine zusätzlichen Schulden zu machen, sondern solche eher zurückzuzahlen,
wurde nach einem harten Kampf über einen Bürgerentscheid von 64 Prozent der
Bürger bestätigt.
Dr. Olaf Heinrich gab an die
anwesenden JU-Kollegen weiter, dass jeder von ihnen viel mehr tun könne, als
er je gedacht habe. Gerade in der Kommune sei es möglich, sich mit den
Aufgaben hautnah zu identifizieren, wobei der Bürger bei ehrlicher
Information durchaus merklich Einbußen hinnimmt. Die alles mache gerade die
Kommunalpolitik so spannend, bleibe doch jede Veränderung in diesem
Mikrokosmos für den Politiker spürbar.
In einer lebendigen Diskussion
zeigten die Delegierten dieser JU-Kreisdelegierten-Versammlung ihren Zuspruch
zu den Worten des jungen Bürgermeisters von Freyung gemäß der Devise
„geschlossen auftreten, Kante zeigen und Ehrlichkeit bezeugen.“
Bericht und Foto: Straubinger
Tagblatt, 02. August. 2010.