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Vortrag über "Erneuerbare Energien" bei der JU Neukirchen
Hans Ritt und Paul Lampert referierten


Vortragsabend der JU Neukirchen: JU-Ortsvorsitzender Matthias Wallner,
Referent Paul Lampert, stellv. JU-Kreisvorsitzende Veronika Zitzelsberger,
Referent Hans Ritt, Altbürgermeister Heinrich Lobmeier (v.l.n.r.).

 

Neukirchen. (mw) Zu einem Vortrag zum Thema: "Deutschlands Weg zu einer bezahlbaren, zuverlässigen und umweltschonenden Energieversorgung" hatte kürzlich der Ortsverband der Jungen Union Neukirchen eingeladen. JU-Vorsitzender Matthias Wallner konnte dazu als Referenten sowohl Bezirkskaminkehrermeister, Stadtrat und Energieberater Hans Ritt als auch Dipl.Ing. (FH) Paul Lampert, wissenschaftlicher Mitarbeiter des Kompetenzzentrums für nachwachsende Rohstoffe, im Gasthaus Hiebl begrüßen und freute sich über das sehr große Interesse der Bevölkerung. In Zeiten steigender Energiepreise, den seit kurzen gegebenen Änderungen im Erneuerbare-Energien-Gesetz und der aktuellen Klimadiskussion hätte das Thema nicht passender gewählt werden können.

Dabei stellte Lampert zunächst kurz das Wissenschaftszentrum Straubing mit dessen Aufgaben und Zielen vor. Anschließend ging er u.a. auch auf die Reichweite und den Verbrauch verschiedener Ressourcen ein und gab daraufhin verschiedene nachwachsende Rohstoffe als Lösungsperspektive an. Nach einem Überblick über den Anbau von möglichen Pflanzen als Energielieferant in der heimischen Landwirtschaft informierte er über die Gewinnung von Biokraftstoffen und Wärme hieraus. Dabei sprach er insbesondere die Chancen, die moderne Holzfeuerungsanlagen und Biogasanlagen bieten, an. Vor allem zu diesen beiden Themen hatten die Zuhörer an den Referenten sowie an den Besitzer der örtlichen Biogasanlage viele Fragen, was die Aktualität seiner Ausführungen deutlich machte.

Im zweiten Teil des Vortragsabends ging Ritt auf die CO2- und Treibhauseffekt-Problematik ein und stellte die Frage, ob Solar- oder Fotovoltaikanlagen wirklich das Weltklima retten können. Dazu zeigte er u.a. die Vermeidungskosten für Kohlendioxid von verschiedenen Energieformen auf. Nach den Möglichkeiten, welche die Kernenergie als Brückentechnologie bieten kann, erfolgte eine Zusammenstellung über aktuelle Projekte wie Desertec, der Einspeisung von Biogas ins Erdgasnetz oder den Neubau von Pumpspeicherkraftwerken. Zu all diese Möglichkeiten der zukünftigen Energieversorgung müssen aber auch Energiesparmaßnahmen u.a. im privaten Bereich folgen. Mit Maßnahmen wie beispielsweise dem Anbringen eines Vollwärmeschutzes ist zwar zunächst ein erhöhter Investitionsaufwand gegeben, der sich jedoch innerhalb einiger Jahre durch den verminderten Energieaufwand amortisiert. Nebenbei, so der Referent, würden diese Maßnahmen durch die KfW-Förderbank mit günstigen Darlehen subventioniert bzw. bezuschusst. Untermauert wurden die einzelnen Maßnahmen durch die Veranschaulichung von bereits durchgeführten Sanierungen. Dadurch lässt sich nicht nur der Wohnkomfort steigern, sondern auch das Sparen von Heizkosten ist neben Wärmedämmung und Modernisierung schon mit ein paar einfachen Tricks möglich, welche er den Zuhörern abschließend eindrucksvoll demonstrierte.

Im Anschluss an den Vortrag schloss sich eine ausführliche Diskussion zum Einsatz von Biogas- und Fotovoltaikanlagen, aktuellen Entwicklung der Energiepreise und Energiesparmöglichkeiten in Privathäusern an.

Wallner dankte den beiden Referenten für ihre sehr eindrucksvollen Powerpoint-Vorträge und nützlichen Tipps für die Zuhörer und stellte abschließend fest, dass er sich für die Neukirchener JU zu diesem Thema keine passenderen Referenten vorstellen kann.

 

Bericht und Foto: Matthias Wallner, JU Neukirchen.