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Sparkassenpräsident
Theo Zellner Gast bei der Jungen Union Straubing-Bogen |

Die JU-Mitglieder zusammen mit dem Präsidenten
des Bayerischen
Sparkassenverbandes Theo Zellner (mitte) und dem Braumeister der
Hofmarkbrauerei Michael C. Schroll (mitte).
Straubing-Bogen / Loifling. Auf
Einladung der JU Straubing-Bogen trafen sich die Mitglieder des
Kreisausschusses der JU Straubing-Bogen am Freitag den 19.11.2010 mit dem
Präsidenten des Bayerischen Sparkassenverbandes Theo Zellner in den Räumen
der Hofmark-Brauerei in Loifling. Dort war die JU zu Besuch bei dem ehemaligen
stellv. JU-Kreisvorsitzenden und jetztigen Braumeister der Hofmarkbrauerei
Michael C. Schroll.
Nach einer Begrüßung des JU-Kreisvorsitzenden
Herbert Lichtinger führte Herr Zellner durch die aktuellen Entwicklungen in
der Finanzwelt. Angefangen mit der Entstehung der Finanzmarktkrise im Sommer
2007 durch nicht gedeckte Kredite in den Vereinigten Staaten und deren
Auswirkungen auf Europa. Die Schieflage der Mittelstandsbank IKB und einiger
Landesbanken zum einen und hohe Abschreibungen bei einigen Großbanken zum
anderen.
Durch Rettungspakete versuchen
Regierungen die Finanzwelt zu stabilisieren und den Kapitalfluss am laufen zu
halten. Neben dem Rettungsschirm der Bundesregierung erinnert Zellner an die
Situation des zum GM-Konzerns gehörenden Autoherstellers Opel. Über
verschiedene Konjunkturprogramme versuchten Regierungen, die Wirtschaft zu
stabilisieren. Neben den Verkaufsverhandlungen von Opel an die Firma Magna und
der verzögerten Pleite des Quelle-Konzerns wurden Finanzhilfen in
Milliardenhöhe zur Verfügung gestellt.
Die gute wirtschaftliche
Gesamtlage in Deutschland darf nicht darüber hinwegtäuschen, dass die
Finanzmärkte immer noch sehr instabil sind. Deshalb ist es dringend
notwendig, dass Finanzmarktregulierungen diejenigen Banken in die Pflicht
nehmen, die hohe spekulative Risiken in ihren Büchern führen. Die jetzigen
Änderungen, wie die geplante Einlagensicherung sind für Sparkassen und
Raiffeisenbanken nicht notwendig, weil sich diese Institute gegenseitig
sichern. Die Vorschriften aus Basel III, durch die das Kernkapital in 2013
angehoben wird, sind wichtige Schritte in die richtige Richtung, aber nur
dann, wenn durch weitere Vorschriften die spekulativen Aktivitäten der
Kapitalmärkte weltweit eindeutig geregelt werden.
Nach einer Diskussionsrunde
verabschiedete sich der Refrerent von den Anwesenden und bekam, wie alle
Referenten der JU Straubing Bogen, das begehrte JU-Kaffeehaferl.
Martin Haberl, Steinach.